Zero Waste und was es damit auf sich hat

Plastikmüll gilt als eines der größten Probleme für unsere Umwelt. Das Verpackungsmaterial landet in der Regel auf der Mülldeponie und gelangt von dort ins Meer. Es wird von den Meerestieren gefressen, als Mikroplastik aufgenommen und landet auf diese Weise auch wieder auf unseren Tellern. Bei Tieren, Menschen und Natur richten gefährliche Weichmacher großen Schaden an. Wie du das verhindern kannst, macht der Zero Waste Lifestyle vor!

Zero-Waste kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Null bzw. kein Müll“, also die Vermeidung von Müll. Die Zero Waste Bewegung will dem ein Verpackungswahn ein Ende setzen und strebt ein Leben ohne Plastikmüll an. Denn Plastik zersetzt sich nicht, sondern wird durch Umwelteinflüsse nur zerkleinert und verbleibt über Jahrzehnte bis Jahrhunderte weiter bestehen. Die Verbannung von Müll aus dem eigenen Haushalt ist daher das Ziel von Zero Waste.

Doch auf Plastik zu verzichten scheint gar nicht so einfach, weil es überall zu finden ist. Unser Bio-Obst im Supermarkt ist darin eingeschweißt, der Strohhalm im Smoothie besteht aus Plastik und die Butter ist in Alufolie eingewickelt. Doch es ist möglich darauf zu verzichten. Zero Waste macht das vor:
Es fängt damit an, auf den Coffee-to-go-Becher zu verzichten, indem man diesen zum Beispiel durch ein eigenes, wiederverwendbares Modell austauscht – mit dem Ziel ganz auf Verpackungsmaterial zu verzichten.

Der Zero Waste Lifestyle wird begleitet von einer wachsenden Anzahl an verpackungsfreien Supermärkten. Diese bieten ihre Produkte lose, ohne Wegwerf-Verpackungen an. Kunden kommen also mit ihren eigenen Gläsern, Dosen usw. in die Läden und füllen sich die benötigten Mengen von Kaffee, Gewürzen, Eiern, Waschmittel, Nudeln usw. selbst ab und können so verpackungsfrei einkaufen. Oft kann man in den Läden auch Pfand-Behältnisse leihen, die man beim nächsten Einkauf einfach wieder mitbringt.
Nebenbei führt diese Form des Einkaufens auch zu weniger Lebensmittelverschwendung, da nur die benötigte Menge gekauft wird.

Fazit
Der Anfang ist nicht leicht, da wir uns mittlerweile so sehr an die einfachere Art des Einkaufens durch Plastikverpackungen gewöhnt haben. Doch wir können mit einem bewussten Umgang mit Verpackungsmüll einen großen Unterschied machen. Immerhin wirft der Deutsche im Durchschnitt jedes Jahr rund 450 kg Müll weg und nur ein kleiner Teil davon kann wirklich recycelt werden. Eine Vermeidung von Plastik ist nicht nur umweltfreundlich, sie schützt auch die eigene Gesundheit.