Umweltfreundliche Stromerzeugung im kleinen Rahmen

Traditionell verbindet man mit umweltfreundlicher Stromherstellung die Produktion von Energie in Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen, welche in größerem Ausmaß kommerziell betrieben werden. Dank entsprechender Förderung sind in den letzen Jahren viele Kleinanlagen hinzugekommen, beispielsweise auf Häuserdächern. Hier wird neben der Erfüllung des Privatbedarfs auch in das Stromnetz eingespeist.
Relativ neu in der Entwicklung sind Produkte, die direkt einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken. Dies ist mithin die umweltfreundlichste Variante, da sogar der Transport des Stroms wegfällt. Die Stromerzeugung dieser Art begrenzt sich aus technischen Gründen zwar auf die Solarenergie, hat aber in Zukunft trotz dessen die Perspektive einen kleinen Teil des Strombedarfs zu decken.
Prädestiniert hierfür sind elektrische Geräte außer Haus, da dort die notwendige Sonneneinstrahlung zur Verfügung steht. Einen ersten Entwicklungsschritt gibt es im Bereich der Rasenmäher.
Die traditionellen Rasenmäher kamen aufgrund ihrer Größe nicht infrage. Die kleinen Automower jedoch bieten sich für einen Betrieb über Solar an.

Rasenmäher können heutzutage über Solarenergie betrieben werden

Rasenmäher können heutzutage über Solarenergie betrieben werden

Automatische Rasenmäher mit Solarzellen

Innovationstreiber ist der Marktführer im Bereich Automower, das Unternehmen Husqvarna. Mit dem „Solar Hybrid“ wurde ein Modell auf den Markt gebracht, welches einen Teil seiner Energie aus Sonnenlicht gewinnt.
Hierfür sind auf der Oberseite des 71x55x31 Zentimeter großen Rasenroboters Solarzellen angebracht (Quelle). Diese können noch nicht sämtliche der benötigten Energie produzieren, jedoch einen signifikanten Anteil. Hierdurch verlängert sich die Laufzeit des Rasenmähers, bis er wieder zur Steckdose zurückbeordert wird – gerechnet werden kann beim Husqvarna Automower Solar Hybrid mit 10 bis 20 Prozent mehr Laufzeit (Quelle). Hierdurch verringert sich die Beanspruchung der Batterie, welches zu einer Verlängerung der Lebenslaufzeit führen kann (positiver Effekt auf die Umwelt).
Leider gibt es von Husqvarna zurzeit nur ein Modell mit der Solartechnologie. In Abhängigkeit von der Helligkeit (und somit der produzierbaren Energie durch die Solarzellen) mäht das Modell immerhin Rasenflächen von bis zu 2000 Quadratmeter, ist also auch für größere Gärten geeignet.

Wie die „Automower“ funktionieren

Bei der zugrunde liegenden Technologie der Automower handelt es sich um selbstfahrende Rasenmäher. Diese sind mit Sensoren ausgestattet, welche die Navigation auf Grundstücken ermöglichen. Im Vergleich zu anderen Rasenmähern sind die Automower sehr leise mit Geräuschpegeln zwischen in der Regel 60 und 70 Dezibel. Die Umwelt-/Lärmbelästigung ist als gering einzustufen. Eine „nicht vorhanden“ gibt es im Bereich der Emissionen, da die Rasenroboter mit Strom betrieben werden.
Ein wesentlicher Unterschied existiert in der permanenten Mulch-Funktion. Die Geräte sind darauf getrimmt, den Rasen regelmäßig zu schneiden und das Gras liegen zu lassen.
Nachteile bestehen bei Rasenflächen mit viel Laub, Zweigen und sehr hohem Gras. Hier bieten sich weiterhin traditionelle Mäher an. Die automatischen Rasenmäher sind eher für Gartenbesitzer geeignet, welche auf eine sehr regelmäßige Pflege von Rasenflächen abzielen.