Produktherstellung mit grünem Strom – höhere Verkaufspreise inklusive

Fair Trade und Bio sind die momentanen Trendthemen sowohl bei Lebensmitteln als auch immer mehr bei vielen anderen Branchen. In den meisten Fällen ist den Verbrauchern nicht bewusst, wie viel Energie bei der Herstellung eines Produktes benötigt wird. Herstellende Unternehmen sind daher große Kunden bei Energielieferanten. Daher stellt sich immer mehr die Frage, inwieweit sich auch hier der Strom umstellen lässt und die Umwelt weiter geschont werden kann.

Nicht geht ohne Strom

Strom ist heutzutage nahezu überlebenswichtig. Für jedes Produkt, welche hergestellt wird, wird Strom benötigt. Selbst die Kühe werden heute mit einer Maschine gemolken, die durch Strom läuft. Und selbst wenn ein Produkt theoretisch ohne Strom gefertigt werden könnte, werden mit einer sehr hohen Wahrscheinlich die hierfür benötigten Hilfsmittel mit Strom gefertigt. Es ist gut so, aber dennoch muss überlegt werden, inwieweit dieser Stromverbrauch nicht weiter die Umwelt belastet.

Viele Unternehmen rüsten daher auf erneuerbare Energien um. Sie stellen diese selbst her oder beziehen ihn von entsprechenden Anbietern. In der Regel bedeutet dies jedoch eine Steigerung der laufenden Kosten. Diese werden oftmals auf die Preise der Produkte aufgeschlagen.

Im Rahmen der momentan laufenden Energiewende, werden viele Unternehmen von dem Staat für die Nutzung und Umrüstung von Grünem Strom subventioniert. Diese Subventionen werden zumeist aus Steuergeldern ermöglicht. Im Grunde bedeutet dies, dass der Endverbraucher, der gerne umweltschonen hergestellte Produkte verwenden möchte, diese auch durch einen höheren Verkaufspreis ermöglicht.

Erfolgsprojekte der Unternehmen

Unternehmen profitieren nicht nur von eventuell wachsenden Gewinnmargen aufgrund der höheren Preise, sondern zudem auch von einem positiven Image. Aufgrund der Allgegenwärtigkeit von Bio und Fair Trade werden die Unternehmen positiv herausgestellt, die sich diesem Trend anpassen. Einige Verbraucher kaufen ausschließlich Produkte, die umweltbewusst hergestellt wurden.

Diese verkaufsfördernde Wirkung wird in den meisten Fällen auch für Marketingzwecke genutzt und überall offensichtlich kommuniziert. Ein gutes Beispiel ist momentan die Deutsche Post, die mit ihren selbst entwickelten Elektroautos neuerdings auf den Straßen fährt. Die sogenannten Streetscooter wurden eigens für die Deutsche Post entwickelt und momentan im täglichen Verkehr getestet. Aufgrund der Größe ihrer Fahrzeugflotte ist das Unternehmen bestrebt emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen.

Und auch andere Unternehmen setzen auf Elektroautos mit eigener Aufladestation. Zum Teil werden hierzu extra Solarfelder ausgestellt, über die die E-Autos über Umwegen „betankt“ werden. Diese Investitionen haben meist einen enormen Kostenaufwand, der ohne Subventionen und steigende Preise meist nicht zu bewältigen ist. Wer grünen Strom und umweltschonende Entwicklungen unterstützen möchte, muss hierfür tiefer in die Tasche greifen. Ein Umstand, der sich über lange Sicht sicherlich bezahlt macht.