Kleinwindkraftanlage und ihre Vorteile: Tipps zum Kauf einer eigenen Kraftanlage

Eine eigene Kleinwindanlage auf dem Dach oder im Garten kann zu hohen Stromersparnissen führen. Bevor man sich jedoch dafür entscheidet, solche Windkraftanlage auf seinem Grundstück zu installieren, sollte man einige Tipps beachten.

Die Kraft des Windes nutzen

Laut Gesetz darf eine Kleinwindkraftanlage maximal 70 Kilowatt erzeugen, um noch in diesem Sinne als „klein“ zu gelten. In der Regel leisten jedoch Kleinanlagen im privaten Bereich zwischen 0,4 und 30 Kilowatt. Von der Wirtschaftlichkeit her liegen die maximal erreichten Werte inzwischen bei 200 bis 400 kWh pro Quadratmeter der Rotorfläche. Falls der auf diese Weise erzeugte Strom ins öffentliche Netz gespeist wird, kommt von dem Netzbetreiben eine Vergütung, die nach EEG gerechnet wird. In den ersten fünf Betriebsjahren liegt der Preis bei etwa 9,2 Cent pro Kilowattstunde. Damit sich der Kauf und die Installation von einer Kleinwindkraftanlage überhaupt lohnt, muss die Windgeschwindigkeit mindestens sieben Meter pro Sekunde im Schnitt betragen. Die herkömmlichen Anlagen sind in der Regel für 15 bis 20 Meter pro Sekunde ausgelegt. Außerdem sollte man nur solche Anlagen kaufen, bei denen etwaige Erfahrungswerte seitens des Herstellers vorliegen. Sie sollten zudem nach IEC-Norm zertifiziert werden. Nicht nur die Kleinwindanlagen können helfen, den Strom im Haushalt zu sparen. Man kann mehr Geld in der Tasche behalten, wenn man sich für einen günstigeren Stromanbieter entscheidet. Einfach den Strompreis auf Strompreise.net vergleichen und den passendsten Stromlieferanten wählen.

Förderung und Preise

Die Kleinwindkraftanlagen werden im Rahmen des Programms Wohnraum-Modernisieren, das von der KfW-Bank ins Leben gerufen wurde, mit staatlichen Mitteln gefördert. Die einzige Voraussetzung um eine Förderung zu bekommen: Die Anlage darf den Strom nur an den angeschlossenen Haushalt liefern und darf nicht ans öffentliche Netz angeschlossen werden. Eine Investition in die Windenergie ist derzeit immer noch ziemlich kostspielig und beträgt mindestens 3.000 Euro pro Kilowatt.

Richtigen Standort wählen

Damit sich der Kauf einer Windkraftanlage auch lohnt, sollte sie auf wenig bebautem und offenem Gelände aufgestellt werden, wo sie ihre Wirkung am effektivsten entfalten kann. Man sollte sich bei der Standortsuche diesen Satz merken: Je höher der Standort einer Windkraftanlage ist, desto höher der Ertrag und effektiver die Arbeit. Bei der Standortsuche kann man sich auch bei Deutschem Wetterdienst nach den entsprechenden Winddaten erkundigen. Die bekommt man dann gegen eine Gebühr. Mit dem Betrieb einer Kleinwindkraftanlage sind jedoch auch einige Nebenwirkungen verbunden. Die Rotorblätter erzeugen unter Umständen Lärm, der den Betreiber selbst aber auch die Nachbarn stören könnte. Darüber hinaus werden dabei Lichtreflektionen und Blitze erzeugt, die als unangenehm empfunden werden können. Deswegen sollte man vor dem Bau unbedingt ein Gespräch mit den unmittelbaren Nachbarn durchführen, um eventuelle Missverständnisse im Vorfeld zu klären. Kleinwindanlagen bedürfen auch eine Genehmigung sowie müssen den Vorschriften zu Lärm und Schattenwurf entsprechen. Die nötigen Auskünfte darüber holt man sich bei dem Bauamt vor Ort.