Erderwärmung trotz Bemühungen des Klimaschutzes

Die Oberflächentemperatur ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen und die Ozeane werden durch das von Menschen produzierte Kohlenstoffdioxid immer saurer. In einem vorangegangenen Artikel haben wir bereits die Kernpunkte des zweiten Teils des Klimareportes erläutert. In dem heutigen Bericht geht es um den am 13.04.2014 veröffentlichten Teil 3 des Klimareportes – ausgegeben vom Weltklimarat. Er beschreibt mögliche Maßnahmen, die der Klimawandel weiter gebremst werden kann.

Weitere Energieeinsparungen in der Zukunft notwendig

Vor kurzem erschien der dritte Teil des 5. Sachstandberichtes des Weltklimarates. Neben Teil 1 und 2 zeigt die dritte Arbeitsgruppe mögliche Maßnahmen auf, die Welt vor weiterer Erwärmung und Klimaschädigungen zu schützen. Denn trotz vieler bisheriger Aktionen ist der Treibhausgasausstoß weiter gestiegen. In Zukunft sollten daher weitere Energieeinsparungen und Maßnahmen zur besseren Energienutzung durchgeführt werden.

Laut dem Bericht würde eine Änderung der Energieproduktion sich direkt auf die Gesundheit der Menschen und das Ökosystem auswirken. Auf Verbraucherseite bedeutet dies konkret, dass Energie weitere eingespart (geringerer Bedarf an Energie vermindert deren Produktion) und diese durch kohlenstoffarme Energieträger produziert werden sollte. Hilfreich ist dabei vor allem die Energieproduktion durch erneuerbare Energien.

Eine Erhöhung der Energieeffizienz ist hinsichtlich des zu erwartenden Anstieges des Energiebedarfs zusätzlich wichtig. Im Bereich des Endverbrauchers in den Sektoren Verkehr und Gebäude wird bis 2050 ein Anstieg um ca. die Hälfte erwartet. Im Industriebereich hingegen bleibt der Bedarf unverändert. Zur Senkung des Energiebedarfs im Verkehr können vorausschauende Infrastrukturmaßnahmen helfen.

Der Wandel zu erneuerbaren Energien

Um in Zukunft die Bremsung des Klimawandels effektiv zu gestalten, müssen alle kollektiv daran arbeiten. Neben klimafreundlichen, nachhaltigen Land- und Forstwirtschaftsmethoden, sollte vor allem die Entwaldung gedrosselt werden. Veränderungen bei den Ernährungsgewohnheiten könnten ebenso einen positiven Einfluss auf die THG-Emissionen haben. Für eine verspätete Einhaltung von Klimazielen müsste Kohlendioxid aus der Atmosphäre entzogen werden. Methoden hierzu wie z.B. eine großskalige Aufforstung sind noch nicht einsatzbereit bzw. können derzeit ihre Auswirkungen nicht ausreichend abgeschätzt werden.

Minderungsstrategien im Verkehrssektor sind die Steigerung von Energieeffizienz, nachhaltige Städteplanungen und deren Infrastruktur, kohlenstoffarme Treibstoffe sowie eine Änderung des Nutzerverhaltens. Viele dieser Maßnahmen werden bereits versucht umzusetzen. Ebenso wurde eine neue Energieeinsparverordnung im Immobilienbereich verabschiedet, die vor allem neue Energieeffizienzstandards für Neubauten vorsieht. Ein weiterer weltweit zu beobachtender Trend ist die Verstädterung. Dies führt in der Regel zu einem Anstieg der Emissionen.

Erneuerbare Energien wie Windkraft, Bioenergie oder Solarenergie sind für die Zukunft unverzichtbar. In der vergangenen Zeit wurden sie sehr gut hinsichtlich ihrer Leistung und Wirtschaftlichkeit weiter entwickelt. In Zukunft sollten hierfür und für innovative Produkte, die gut im Sinne des Klimaschutzes sind Anreize geschaffen werden. Private Verbraucher sind letztendlich die Zahler des Klimaschutzes. Sie bestimmen maßgeblich den Energiebedarf ebenso wie die Nachfrage nach klimaschonenden Produkten.