Der Einfluss von Indien und China auf den Klimawandel

Studien zufolge könnten Indien und China für eine Einhaltung der Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen sorgen. Sogar dann, wenn US-Präsident Donald Trump seine Pläne umsetzt und aus dem Klimavertrag von Paris tatsächlich aussteigen würde.

Ende 2015 haben sich mit dem Abschluss des Pariser Klimavertrags mehr als 190 Länder dazu bereiterklärt, eine Wende einzuleiten und sich dem gemeinsamen Klimaschutz verschrieben. Die Ziele waren teilweise sehr hoch gesetzt, was einige Kritiker auf den Plan rief, die ein Erreichen dieser Ziele schlicht für unmöglich hielten.

Doch nun scheinen die neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnisse aus einer Studie des Berliner NewClimate Institutes darauf hinzudeuten, dass die Ziele doch erreicht werden können. Und zwar wegen der positiven Entwicklungen in China und Indien und dem schnellen Abschied von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl. Man hätte stattdessen vermehrt auf erneuerbare Energien  gesetzt und sei dabei die Kohle-Energie schneller als erwartet abzulösen. Diese Entwicklung scheint deutlich schneller voranzuschreiten, als man das vermutet hatte. Nach der Studie übertreffen beide Länder bereits jetzt die Erwartungen.

Die Wissenschaftler gehen sogar soweit zu sagen, dass selbst bei einem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen, Indien und China diesen negativen Trend kurzfristig sogar kompensieren könnten.
Das wäre immerhin ein kleiner Lichtblick für die Klimaentwicklung.