Das Power-to-Gas-Prinzip – Greenpeace macht’s vor

Nachhaltigkeit und in diesem Zusammenhang der Ausbau von erneuerbaren Energien sind derzeit vielseitig diskutierte Themen. Ebenso wie es bereits zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung von regenerativen Ressourcen – beispielsweise zur Erzeugung von Grünem Strom – gibt, werden auch immer wieder neue Entwicklungen hervorgebracht. So auch das Power to Gas Prinzip. Dieses nutzt Greenpeace und ist mit einer der ersten Anbieter, die diese innovative Technologie in Zusammenarbeit mit ihren Verbrauchern fördern.

P2G – eine innovative Technologie für den Energiesektor

Erdgasleitungen ade – Brenngas, das nach dem P2G Prinzip hergestellt wurde, kann das Erdgasnetz ebenfalls nutzen. Bild © Uschi Dreiucker / pixelio.de

Power to Gas – kurz auch PtG oder P2G – beschreibt einen chemischen Prozess, der es ermöglicht mit Hilfe von Wasserstoff und Methan Brenngas zu erzeugen. Hierbei wird mittels einer Wasserelektrolyse und eine eventuellen Methanisierung mit Hilfe von Strom aus ereuerbarer Energie ein innovatives Gas hergestellt. Dieses Gas wird EE-Gas oder je nach der genutzten Ressource Windgas bzw. Solargas genannt.

Der große Vorteil dieser neuartigen Energiegewinnung ist, dass überschüssiger grüner Strom weiter verwendet und vor allem gespeichert werden kann. Denn mit Hilfe des Stromes kann entweder Wasserstoff per Wasserelektrolyse  hergestellt oder in einem weiteren Schritt dieser mit Kohlenstoffdioxid zu Methan umgewandelt werden. In jedem Fall wird regenerativ erzeugte elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt.

proWindgas von Greenpeace – ein nächster Schritt in Richtung Energiewende

Das Methangas kann sowohl für elektrischen Strom als auch für Wärme und Mobilität vewendet werden. Bild © Hans-Dieter Buchmann / pixelio.de

Die Herstellung von Wasserstoff als Energieträger wird bereits seit Jahrzehnten vollzogen. Die Methan-Herstellung in einem weiteren Schritt hingegen existiert erst seit 2009. Die halbstaatliche Deutsche Energie-Agentur unterhält  zu dem Verfahren seit Oktober 2011 eine Strategieplattform mit dem Namen Power to Gas.

Das Methangas hat den großen Vorteil, dass es in das bereits vorhandene Erdgasnetz eingespeist und hierüber gespeichert bzw. zu den Verbrauchern transportiert werden kann. Dies bedeutet eine zusätzliche Entlastung des elektrischen Netzes und eine zukunftsweisende Entwicklung. Da im Rahmen der Energiewende in einigen Jahren 80% des Stromes aus erneuerbaren Energien erzeugt werden soll, musste eine Möglichkeit zur Speicherung geschaffen werden, die eine Energieversorgung auch im Winter mit wenigen Sonnenstrahlen ermöglicht. Das Methangas kann zusätzlich zum elektrischen Strom auch im Bereich der Wärmeerzeugung und der Mobilität genutzt werden.

Greenpeace hat nun als Vorreiter einen neuen Gastarif im Angebot – proWindgas. Hierbei wird den Verbrauchern einen einfachen Wechsel hin zu erneuerbaren Energien ermöglicht. Bei den 7,5 Cent je Kilowattstunde gehen 0,4 Cent in die Förderung der innovativen Technologie des Power to Gas, bei dem das sogenannte Windgas entsteht. Bis diese erzeugte Energie jedoch in das Netz einfließen kann, werden die Verbraucher weiterhin mit üblichem Erdgas beliefert.